Fermentiertes Rotes Reismehl. Seit über 500 Jahren bekannt. In vielen klinischen Studien wurde das therapeutische Potenzial bestätigt. Monacoline in rotem Reis haben nachweislich eine positive Auswirkung.

Fermentiertes Rotes Reismehl monascus purpureus went

Farbpigmente in rotem Reismehl

Die typischen Farbpigmente finden sich in einem Gewichtsanteil von 0,3%.

Monascus purpureus Went bringt sechs verschiedene Farbpigmente ein.

  • zwei rot-gelbliche (Ankaflavin und Monascin)
  • zwei rot-orange (Monascorubrin und Rubropunctatin)
  • ein purpurfarbenes (Rubropunctamin) und
  • ein violettes (Monascorubramin).

Oft werden besonders pigmentreich fermentierte Reismehle, deren Gehalt an lipidregulierenden Monacolinen eher gering ist, häufig zur Lebensmittelfärbung verwendet. So erhält die Peking-Ente ihre typische rote Farbe. Auch so mancher chinesische Wein erhält seine Färbung durch gleichzeitige Fermentation mit Monascus purpureus-Hefen.

Einige der oben genannten Farbpigmente konnten im Zellkulturversuch eine antibiotische Wirkung gegen Keime wie Bacillus subtilis, Pseudomonas, Corynebacterium sp., Streptomyces, Candida pseudotropicalis, Aspergillus niger, Aspergillus tereus und Penicillium notatum zeigen.

Ursächlich für diesen positiven Effekt der Reismehlzubereitung ist wahrscheinlich ein multimodaler Ansatz. Auf der einen Seite wirken die verschiedenen Farbpigmente in unterschiedlicher Weise antibiotisch und dies offenbar nur gegenüber pathologischen Darmbakterien. Auf der anderen Seite können die Monacoline offenbar auch in die Zellwandsynthese dieser pathologischen Darmbakterien störend einwirken und somit deren Wachstumsverhalten zusätzlich negativ beeinflussen.