Fermentiertes Rotes Reismehl. Seit über 500 Jahren bekannt. In vielen klinischen Studien wurde das therapeutische Potenzial bestätigt. Monacoline in rotem Reis haben nachweislich eine positive Auswirkung.

Fermentiertes Rotes Reismehl monascus purpureus went

Beeinflussung der einfachen Hyperlipidämie durch rotes Reismehl

Im Fachschrifttum finden sich bis heute 14 klinische Studien, die bei Patienten, die ausschließlich an Hyperlipidämie litten, Rotes Reismehl zur Blutfettregulation erhielten. In allen Studien wurde Reismehl in Tablettenform (0.35 g/Tablette; 3 Tabletten pro Gabe) dreimal täglich gegeben, so dass die Tagesdosis (3-3-3 Tabletten) insgesamt 3.15 Gramm Reismehl betrug.

In den Studien behandelte man

  • 256 Patienten (darunter 101 Frauen) über 4 Wochen,
  • 94 Patienten (darunter 31 Frauen) über 6 Wochen,
  • 93 Patienten (darunter 54 Frauen) über 8 Wochen und
  • 390 Patienten (darunter 168 Frauen) über 12 Wochen.

Dies entspricht einer Gesamtbehandlungsdauer von 131 Patientenjahren auf der Basis von 833 Patienten mit reiner Hyperlipidämie bei einem Frauenanteil von 42.4%.

Erfolgreiche Blutfettregulation durch rotes Reismehl

In den klinischen Studien gelang bei ausschließlich an Hyperlipidämie erkrankten Patienten

  • eine Reduktion des Gesamtcholesterins um 17-39%
  • eine Reduktion der Triglyzeride um 12-57%
  • eine Reduktion des LDL um 15-54%
  • eine Anhebung des HDL um 10-75%
  • eine Absenkung des Gesamtcholesterin/HDL-Quotienten um 30-59%, wobei der in 13 auswertbaren Studien erhöhte Quotientenwert (> 5.5) in 12 Studien in den idealen Bereich bis 5.5 gesenkt werden konnte
  • eine Absenkung des LDL/HDL-Quotienten um 34-65%, wobei der in 4 auswertbaren Studien grenzwert oder eindeutig erhöhte Quotient in allen Fällen in den idealen Bereich unterhalb 4.3 gesenkt werden konnte.

Eine tabellarische Aufstellung dieser Studien steht im Anhang bereit.

Deutlichere Blutfettregulation mit zunehmender Behandlungsdauer

Da viele der publizierten Studien einarmige Vorher-Nachher-Vergleiche waren, ergab sich bei der Analyse der Veränderungen das Ergebnis einer scheinbaren Verringerung der Wirksamkeit des Reismehls mit zunehmender Behandlungsdauer. Dies deshalb, weil die Reduktionen der Blutfettwerte zum einen bei besonders hohen Blutfettspiegeln am größten ausfielen und zum anderen, weil diese Reduktionen bei denjenigen Studien mit einer 4wöchigen Laufzeit höher waren als jene bei den Studien mit 12wöchiger Laufzeit. Dabei handelte es sich aber um einen Scheineffekt, denn in der Studie konnten bei regelmäßigen, vierwöchig stattfindenden Kontrollen erhebliche und fortschreitende Senkungen des Gesamtcholesterinspiegels, der Triglyzeride und des LDL mit zunehmender Beobachtungsdauer ermittelt werden.

Veränderungen der Blutfette in der Studie von ZHU und WANG 1997

In der gleichen Studie konnte ebenso eine mit der Zeit weiter fortschreitende Senkung der Quotienten aus Gesamtcholesterin/HDL und LDL/HDL festgestellt werden. Waren beide vor Therapiebeginn deutlich erhöht oder zumindest im oberen Bereich der Toleranzschwelle, fielen beide Quotienten bereits nach 4 Wochen in den jeweiligen Zielbereich ab, um nachfolgend weiter abzusinken (siehe Abbildung).

Veränderungen der Blutfettquotienten in der Studie von ZHU und WANG 1997

Das VLDL wurde nur in einer Studie untersucht. Bei 43 Hyperlipidämie-Patienten gelang innerhalb von 4 Wochen eine Senkung um 52.8%. In der gleichen Studie konnte das HDL-assoziierte Apolipoprotein A1 um 30.4% gesteigert werden.

Nebenwirkungen waren selten und mild

In allen klinischen Studien, die mit Reismehl in der Behandlung ausschließlich an Hyperlipidämie leidender Patienten ohne zusätzliche Erkrankungen durchgeführt wurden, wurde intensiv nach Nebenwirkungen gesucht. Es konnten jedoch in 11 der 14 Studien keinerlei Nebenwirkungen gefunden werden. In den verbleibenden 3 Studien kam es in vier Fällen zu Magenbeschwerden, in drei Fällen zu zeitweise auftretenden juckenden Stellen im Gesicht und in zwei Fällen zu winzigen Hämatomen an den Beinen, die innerhalb von 4 Wochen wieder verschwanden. In keinem einzigen Fall musste die Therapie wegen der Nebenwirkungen unterbrochen werden. Veränderungen der Leber- oder Nierenfunktion oder pathologische Befunde in routinemäßig veranlassten Urin- und Blutuntersuchungen sowie dem Elektrokardiogramm (EKG) wurden nicht festgestellt. Bezogen auf alle 833 behandelten Patienten lag die gesamte Nebenwirkungsrate bei 1.1% (n=9).