Reismehl gegen Arzneimittel
Es wurden eine Reihe von Studien durchgeführt, die die blutfettregulierenden Fähigkeiten fermentierten Reismehls im Vergleich zu pharmazeutisch hergestellten Lipidsenkern der Statinklasse (Simvastatin, Pravastatin, Fluvastatin) und anderen westlichen Lipidsenkern (Fenofibrat, Benzofibrat, Gemfibrozil) überprüften.
Das Gesamtcholesterin konnte durch die tägliche Einnahme von roten Reismehls ebenso gut reduziert werden wie mit 5-10 mg Simvastatin, 10 mg Pravastatin oder 20 mg Fluvastatin. Der Unterschied in der Therapie gegenüber diesen Statinen bestand darin, dass rotes Reismehl dreimal täglich eingenommen wurde, während die westlichen Lipidsenker in der Regel in einer einmaligen Dosis zur Nacht verabreicht wurden.
In China werden auch heute noch (wie auch noch in vielen westlichen Industrienationen) ältere Medikamente zur Lipidregulation eingesetzt. Gegenüber diesen erwies sich rotes Reismehl als ebenso wirksam hinsichtlich der Reduktion des Gesamtcholesterinspiegels. Monascus-fermentiertes rotes Reismehl in einer Tagesdosis von 3.15 g senkte nach 4- bis 12-wöchiger Anwendung dieses Blutfett genauso deutlich wie 0.3 g Fenofibrat, 0.6 g Benzofibrat oder 0.3 g Gemfibrozil.

866 Patienten wurden entweder mit rotem Reismehl (n=441) oder mit westlichen Lipidsenkern (n=425) behandelt. Es zeigte sich in zwei Studien, dass Rotes Reismehl bereits nach 2 Wochen eine Reduktion des Gesamtcholesterins um 13% bewirken kann. Die ist ein Zeichen für dessen schnellen Wirkeintritt.