Blutzuckerwert bei Diabetes-Patienten – mit fermentiertem roten Reismehl
Blutfettregulation sowie Senkung von HbA1c und Blutzucker bei Diabetes mellitus-Patienten
Die Sterblichkeit an koronaren Herzkrankheiten bei Patienten mit nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus (‘Typ 2-Diabetes’) wird durch die mit fortschreitender Erkrankungsdauer und -schwere zunehmende Hyperlipidämie deutlich gesteigert. Wie bereits ausführlich dargelegt, gelingt eine Blutfettregulation mit rotem Reismehl in gemischten Kollektiven, die einen gewissen Anteil Diabetes-Patienten enthalten. Dies lässt allerdings keinen direkten Rückschluss auf die blutfettregulierende Wirkung bei ausschließlichen Diabetes-Kollektiven zu. Es gibt jedoch diverse Untersuchungen, die eine eindeutige Wirksamkeit von rotem Reismehl in ausschließlichen Diabetes-Patientenstudien zeigten.
Regulation der Blutfette bei Diabetes-Patienten
So wurde in einem Kollektiv von 60 Diabetes-Patienten (darunter 25 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 58 +/- 80 Jahren nachgewiesen, dass bereits nach einer 3wöchigen Reismehlgabe (3-3-3 Tabletten bzw. 3.15 g rotem Reismehl/d)
- eine Reduktion des Gesamtcholesterins (-10%),
- eine Reduktion der Triglyzeride (-35%)
- eine Reduktion des LDL (-14%)
- eine Steigerung des HDL (+20%) möglich war. Die Werte blieben auch nach 6-wöchiger Therapie in diesem Bereich.
Bei übergewichtigen Diabetes-Patienten in der Studie war ein Vergleich zwischen einer mit rotem Reismehl therapierten Versuchsgruppe und einer unbehandelt gebliebenen Kontrollgruppe erfolgt. Alle 65 Diabetiker erhielten Metformin (3 x 0.5 g/Tag). Die 32köpfige Untersuchungsgruppe ( 2-2-2 Tabletten bzw. 2.1 g Rotes Reismehl/d) erhielt zusätzlich eine niedrig dosierte Zusatztherapie mit rotem Reismehl über einen Monat, während die Kontrollgruppe ausschließlich Metformin in dieser Zeit erhielt.
Die Regulation der Blutfettwerte fiel in der Gruppe mit Rotem Reismehl signifikant günstiger aus als bei den nur mit Metformin behandelten Diabetikern.
Im Vergleich von Rotem Reis+Metformin versus Metformin alleine konnten Gesamtcholesterin (-32% versus -13%) und Triglyzeride (-38% versus -12%) sowie das HDL (+37% versus +6%) unter der Kombinationstherapie wesentlich besser reguliert werden.
Reduktion des Blutzuckerwertes bei Diabetes-Patienten
Es gelang eine Reduktion des Nüchternblutzuckerwertes um 6% und eine leichte Reduktion des postprandialen Blutzuckerspiegels (-1.5%). Nebenwirkungen traten unter dieser Therapie nicht auf (Umrechnungsfaktor für Glukose: mg/dl x 0.0555 = mmol/l).
In der Untersuchung sank der Nüchternblutzucker in der mit Reismehl+Metformin behandelten Gruppe (-41%) deutlich stärker ab als unter Metformin alleine (-30%). Auch die Blutviskosität sank unter der Kombinationstherapie (-20%) erheblich stärker als unter alleiniger Metformingabe (-4%).
Eine dreimonatige Reismehl-Behandlung (3.15 g Reismehl täglich) regulierte nicht nur die Blutfette, sondern erniedrigte auch die Blutzuckerwerte. Der Nüchternblutzuckerspiegel konnte von 149 +/- 36 mg/dl auf 140 +/- 38 mg/dl (-6%) reduziert werden. Der 2 h postprandial gemessene Blutzuckerwert blieb mit 234 +/- 54 mg/dl bzw. 234 +/- 72 mg/dl aber unverändert. Der Insulinspiegel im Serum im nüchternen Zustand stieg von anfänglich 11.0 +/- 2.0 mU/l auf 14 +/- 3 mU/l und stieg postprandial von 56 +/- 7 mU/l auf 58 +/- 3 mU/l.
Reduktion des HbA1C-Wertes bei Diabetes-Patienten
Es konnten gezeigt werden, dass nach einer dreimonatigen Reismehl-Therapie (3.15 g rotes Reismehl täglich) der HbA1C-Wert bei Patienten mit nicht-insulinpflichtigem Diabetes mellitus von 9.2 +/- 1.9 auf 7.8 +/- 2.3 gesenkt werden konnte. Die Reduktion von 15% fiel statistisch signifikant aus (p < 0.05). Es handelte sich bei den 40 Diabetikern um Patienten, die vorher (wie auch während der Studie) bereits mit einer Diät sowie oralen Antidiabetika (Glibenclamid: n=24; Metformin: n=16) behandelt worden waren.
In einer weiteren Studie an Diabetes-Patienten wurden 40 bisher zu Studienbeginn unbehandelt gebliebene Typ 2-Diabetiker in zwei Gruppen aufgeteilt.
- 20 erhielten rotes Reismehl (3.15 g/d für 8 Wochen) und meist zusätzlich (n=17) das orale Antidiabetikum Glipizide (Sulfonylharnstoffpräparat) sowie Diät verordnet.
- Die 20köpfige Vergleichsgruppe bekam nur Diät und ebenfalls Glipizide (n=16).
Der HbA1c konnte in beiden Gruppen signifikant (p < 0.01) reduziert werden und zwar in der Roten-Reismehl-Gruppe von 10.8 +/- 1.8 auf 5.9 +/- 1.2 (-45%) und in der Vergleichsgruppe von 10.7 +/- 1.7 auf 6.1 +/- 1.4 (-42%).
Diese Studien zeigen, dass Diabetes-Patienten von rotem Reismehl einen gesundheitlichen Vorteil haben können.