Rotes Reismehl bei chronischem Durchfall
Da Rotes Reismehl sowohl leicht antibiotisch wirksame Farbpigmente enthält und seine HMG-CoA-Reduktase Inhibitoren (Monacoline) eventuell auch die Bildung von Zellwänden von pathogenen Keimen im Darm beeinträchtigen erklärt den Hintergrund, vor dem rotes Reismehl auch zur Behandlung chronischen Durchfalls eingesetzt wurde. Die positiv wirkende Milchsäurebakterien werden zudem nicht negativ beeinflußt.
Reduktion der Durchfallintensität
Bei 50 Patienten mit chronischem, z.t. schon jahrelang bestehenden Durchfall, konnten eine Reduktion der Durchfallintensität von ursprünglich 4-8 Stühlen pro Tag auf maximal 2 Stühle pro Tag in 56% der Fälle innerhalb von 2 Wochen erreichen. Bei weiteren 40% (20 Fällen) gelang eine Halbierung der Stuhlfrequenz. Rotes Reismehl war in dieser Studie ebensogut wirksam wie eine die Darmmotilität einschränkende Arznei, ohne deren Nebenwirkungsprofil zu besitzen.