Rotes Reismehl, Monascus und Monacolin
Eine Zusammenfassung der Studien im Zusammenhang mit Monacholinhaltigem Roten Reismehl:
In 14 klinischen Studien an insgesamt 833 Patienten mit einfacher Hyperlipidämie konnten folgende Werte erzielt werden.
Behandlungszeiträumen mit Reismehl von 4-12 Wochen:
- Senkung des Gesamtcholesterin um 17-39%
- Senkung der Triglyzeride um 12-57%
- Senkung des LDL um 15-54%
- Steigerung des kardioprotektive HDL um 10-75%
Der Gesamtcholesterin/HDL- und der LDL/HDL-Quotient konnten um 30-59% bzw. 34-65% reduziert werden, was als sehr wertvoll für die Reduktion des koronaren Risikos zu bewerten ist
In 31 ausgewerteten Studienbei an insgesamt 2.145 Patienten konnten folgende Werte erzielt werden. (KHK-Kranke, Hypertoniker oder Diabetiker)
- Reduktion des Gesamtcholesterin – bis 42%
- Reduktion der Triglyzeride – bis 55%
- Reduktion des LDL – bis 43%
- Steigerung des HDL – bis zu 75%.
Der Gesamtcholesterin/HDL- und der LDL/HDL-Quotient wurden um bis zu 84% bzw. 81% reduziert.
Fermentiertes Rotes Reismehl, aus der traditionelle chinesische Medizin, wirkt nachweislich besser als Placebo und kann hinsichtlich seiner Blutfettregulationsfähigkeiten mit westlichen Lipidsenkern der Statinklasse (Simvastatin, Pravastatin, Fluvastatin) problemlos mithalten.
Gegenüber älteren westlichen Lipidsenkern wie Fenofibrat, Benzofibrat oder Gemfibrozil bewirkt es teilweise sogar signifikant bessere Ergebnisse.
Monascus-fermentiertes rotes Reismehl ist eine therapeutische Perle aus dem Schatz der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Im 16. Jahrhundert wurde Sie von Li Shizhen im ‚Buch der Heilenden Kräuter‘ zur Verbesserung von Herzbeschwerden erstmals ausführlich beschrieben.
Monascus purpureus ist ein schlauchförmiger Hefepilz, dem u.a. Oryza-Reis als Nahrung dient. Er hinterlässt nach getaner Fermentationsarbeit interessante Inhaltsstoffe im Reis. Die Fermentation von Rotem Reis ist analog zu jener von schwarzem Tee und ist mit der Bier-/Weinbereitung zu vergleichen.
Durch die Fermentation entsteht aus handelsüblichen “weißen” Reis ein (fermentiertes) Rotes Reismehl. Das Reismehl enthält nun leicht antibiotisch wirkende Farbpigmente, einige Lebensmittelbestandteile (Kohlenhydrate, ungesättigte Fettsäuren, Aminosäuren, etc.) sowie die blutfettregulierenden Monacoline. Die wichtigen Monacoline sind kompetitive HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, die in der Leber dosisabhängig und mit kurzer Halbwertszeit die Produktion von schädlichen Blutfetten bremsen können.
Rotes Reismehl hat sich in China seit Mitte der 1990iger Jahre zu einer echten therapeutischen Alternative für an Hyperlipidämie leidenden Patienten entwickelt. In vielen klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass sowohl Patienten mit einfacher Hyperlipidämie als auch Patienten, die an durch koronare Herzkrankheit (KHK), Hypertonus, Diabetes Mellitus leiden, von der Arznei sehr profitieren können. In diesem Beitrag werden erstmals die Ergebnisse jener universitären Studien vorgestellt, auf denen der Erfolg des roten Reismehls in den letzten Jahren zurückzuführen ist.